Dr. Torsten Krietsch

Herr Dr. Krietsch, Jahrgang 1963, hat nach seinem Studium und der Assistenz im Fachbereich Physik an der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) in Berlin gearbeitet und auf dem Gebiet der Schallemissionsanalyse an der TU Berlin promoviert. An der BAM hat er sich seit 1999 in der technischen Bauartprüfung von Transport- und Lagerbehältern für radioaktive Stoffe im Rahmen von deutschen Zulassungsverfahren spezialisiert.

Seit 2007 war er als Fachspezialist im Bereich Entsorgung, Sektion Transporte und Abfalltechnik, der schweizerischen Aufsichtsbehörde (HSK) tätig. Die Arbeiten beinhalteten die Fertigungsbegleitung zur Qualitätssicherung von Transport- und Lagerbehältern für radioaktive Stoffe, die Beurteilung von Gesuchen zur Genehmigung von Versandstückmustern sowie für den Transport abgebrannter Brennelemente und hochaktive Abfälle, die Beurteilung der Lagerfähigkeit für Behälter, wie auch die Mitarbeit an der Genehmigung für Zwischenlager.

Herr Dr. Krietsch war mehrere Jahre als deutscher bzw. schweizerischer Vertreter beim Transport Safety Standards Committee der IAEA in Wien tätig.

Mit dem Übergang der HSK zum Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) hat er für 4,5 Jahre die Leitung der Sektion Deterministische Sicherheitsanalysen übernommen. Der fachliche Schwerpunkt lag neben der Beurteilung der Störfallspektren auf der Analyse des technischen Verhaltens der schweizerischen Kernkraftwerke bei Auslegungsstörfällen und ausgewählten auslegungsüberschreitenden Ereignissen.

Seit 2013 leitet er die neu gegründete Sektion Stilllegung im Bereich Entsorgung des ENSI. In dieser Funktion ist er verantwortlich für die Aufsicht bei Stilllegungsprojekten der schweizerischen Kernanlagen und den damit verbundenen sicherheitstechnischen Anforderungen.