Beratungsauftrag vom 20.01.2010: Rückführung mittelradioaktiver verglaster Abfälle aus der Wiederaufarbeitung bestrahlter Brennelemente in Frankreich nach Deutschland

Stellungnahme der Entsorgungskommission

Die Gesellschaft für Nuklear-Service mbH (GNS) hat das Bundesumweltministerium Anfang 2010 um Zustimmung („Approval“) zu den Spezifikationen der in der Wiederaufarbeitungsanlage La Hague gefertigten verglasten mittelradioaktiven Abfälle gebeten. Eine Entscheidung des Bundesumweltministeriums hierüber muss – entsprechend den einschlägigen völkerrechtlich verbindlichen Notenwechsel mit Frankreich – innerhalb von zwei Jahren erfolgen.

Das BMU hat die ESK mit Schreiben vom 20.01.2010 gebeten zu prüfen, ob die vorgelegten Spezifikationen den Anforderungen entsprechen, die an die radioaktiven Abfälle nach dem Stand von Wissenschaft und Technik zu stellen sind, um einen sicheren Transport, die Zwischenlagerung über einen längeren Zeitraum und die Möglichkeit zur Endlagerung zu gewährleisten. Dabei sind die folgenden Themenbereiche zu betrachten:

• Spezifizierte Eigenschaften der Gebinde
• Maßnahmen der Qualitätssicherung und der Produktkontrolle
• Transport- und Behälterkonzept
• Zwischenlagerkonzept und daraus resultierende Anforderungen
• Endlagerrelevante Eigenschaften.

Zu diesem Beratungsauftrag liegt eine ESK-Stellungnahme [207 KB] vom 09.12.2010 vor.